Türkei: Umstrittene Festnahmen vor NATO Gipfel
In Ankara laufen die Vorbereitungen für den NATO Gipfel am 7. und 8. Juli unter angespannten Bedingungen. Für die Türkei ist das Treffen besonders wichtig, da sie die zweitgrößte Armee des Bündnisses stellt und eine zentrale Rolle an dessen Südostflanke spielt. Erstmals seit 17 Jahren wird zudem wieder ein US Präsident in der Türkei erwartet.
Belastet werden die Vorbereitungen von einer Verhaftungswelle. Medienberichten zufolge wurden 225 Menschen festgenommen, 178 von ihnen befinden sich in Untersuchungshaft. Unter den Betroffenen sind Menschenrechtler, Umweltaktivisten und Journalisten. Für Ankara gilt außerdem ein zweiwöchiges Versammlungsverbot.
Die Staatsanwaltschaft verweist auf Ermittlungen gegen terroristische Organisationen. Mehrere Festgenommene weisen die Vorwürfe zurück. Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Vorgehen scharf und sprechen von einem Missbrauch von Anti Terror Gesetzen kurz vor dem Gipfel.
