Wucher und Betrug: Justizministerin Hubig will Ticketpreise auf dem Zweitmarkt begrenzen
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will gegen überteuerte Tickets auf dem Zweitmarkt vorgehen. Geplant sind eine Preisobergrenze für weiterverkaufte Tickets und neue Regeln, mit denen Veranstalter den Zweitmarkt besser steuern können. Dafür soll ein geschütztes Ticket eingeführt werden.
Hubig sagte, sie setze dabei nicht auf Freiwilligkeit. Auch Wiederverkaufsplattformen sollen stärker in die Verantwortung genommen werden. Gegen Plattformen mit Sitz außerhalb der EU sei die Durchsetzung anspruchsvoll, aber nicht unmöglich.
Sie kritisierte, gewerbliche Wiederverkäufer kauften Tickets oft mithilfe automatisierter Software in großer Zahl auf und verkauften sie anschließend zu deutlich höheren Preisen weiter. Der Weiterverkauf für private Käufer zu fairen Preisen soll nach ihren Worten aber möglich bleiben.
