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Tschechien braucht zunehmend ausländische Arbeitskräfte

In Tschechien leben inzwischen mehr als 1,5 Millionen Nicht Tschechen neben rund zehn Millionen Einheimischen. Nach Angaben des Statistikamts entspricht das gut zehn Prozent der Bevölkerung. Der starke Anstieg hängt vor allem mit dem Krieg gegen die Ukraine zusammen. Seit Beginn der russischen Vollinvasion kamen mehr als eine halbe Million Ukrainerinnen und Ukrainer ins Land, heute sind sie mit 613.000 Menschen die größte Ausländergruppe.

Auch aus der Slowakei und weiteren Ländern kommen viele Arbeitskräfte. Besonders in Prag ist ihr Anteil hoch. Die Regierung will einen großen Teil der ukrainischen Beschäftigten auch nach einem möglichen Ende des Kriegs im Land halten, weil in Baugewerbe, Industrie, Gesundheitswesen und Pflege viele Stellen unbesetzt sind. Neben der Ukraine setzt Tschechien deshalb auch auf Arbeitskräfte von den Philippinen sowie aus weiteren Staaten wie Indien, Indonesien und Moldau. Zugleich bleibt das Land bei Asyl und vorübergehendem Schutz zurückhaltend.

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