Trotz Sperrvertrag: Das unrühmliche Comeback von Landminen
Landminen fordern weltweit weiter zahlreiche Opfer, vor allem unter Zivilisten und Kindern. Nach einer vorläufigen Auswertung des Landmine and Cluster Munition Monitor wurden 2025 mehr als 5000 Menschen durch Minen oder Munitionsrückstände getötet oder verletzt. Im Südsudan waren im vergangenen Jahr Kinder für 90 Prozent aller Minenopfer verantwortlich.
Die Ottawa Konvention von 1997 sollte Anti Personen Minen ächten, doch die Übereinkunft gerät zunehmend unter Druck. Fünf NATO Staaten an der Grenze zu Russland haben den Austritt beschlossen, auch die Ukraine will sich von dem Abkommen lösen. Russland war dem Vertrag nie beigetreten und setzt nach Angaben aus dem Text selbst weiter Minen ein. Experten warnen, dass weitere Austritte die Glaubwürdigkeit der Konvention schwächen könnten.
Auch andere Staaten in Europa bereiten sich auf einen möglichen Einsatz von Minen vor. Polen, die baltischen Staaten und Finnland haben 2025 den Ausstieg aus dem Abkommen beschlossen. Gleichzeitig wächst weltweit die Zahl neu verminter Gebiete, während die internationale Rüstungskontrolle insgesamt weiter an Bedeutung verliert.
