Tourismus bei den Taliban in Afghanistan
Fünf Jahre nach ihrer Machtübernahme versuchen die Taliban, Afghanistan für den Tourismus zu öffnen. Nach Angaben des Kulturministeriums reisten im vergangenen Jahr mehr als zehntausend ausländische Touristen in das Land. Die Taliban werben mit unberührter Natur, günstigen Preisen und dem Versprechen von Sicherheit, verbinden den Besuch aber mit klaren Regeln.
Reisende müssen sich an islamische und kulturelle Vorgaben halten und mit organisierten Touren unterwegs sein. Für Touristinnen gilt eine strenge Kleiderordnung, zudem sind Aufnahmen von Frauen problematisch. Gleichzeitig prägen bewaffnete Taliban vielerorts das Straßenbild.
Der Tourismus stößt auf ein Land mit massiven Problemen. Frauen dürfen zahlreiche Sehenswürdigkeiten, darunter den Nationalpark Band e Amir, nur eingeschränkt oder nicht betreten. Vertreterinnen und Vertreter von Hilfsorganisationen verweisen zudem auf Armut, Hunger, fehlende Gesundheitsversorgung und die schwierige Lage von Frauen und Kindern.
