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USA nehmen deutsche Arzneimittelpreise ins Visier

Die US Regierung hat eine Untersuchung gegen Deutschland eingeleitet und prüft, ob amerikanische Patienten und Unternehmen durch die niedrigen Preise für Top Medikamente in Deutschland einen unverhältnismäßig großen Teil der weltweiten Forschungs und Entwicklungskosten tragen. Grundlage ist Abschnitt 301 des US Handelsgesetzes. Im September soll die Prüfung abgeschlossen sein, als mögliche Folge gelten neue Zölle.

Der Streit betrifft die unterschiedliche Preisregulierung in beiden Ländern. Deutschland hält Arzneimittelpreise über die gesetzliche Krankenversicherung niedrig, die USA sehen darin eine Marktverzerrung. Nach OECD Daten lagen die Arzneimittelausgaben pro Kopf 2023 in den USA bei 1713 Dollar und in Deutschland bei 1158 Dollar.

Die US Vorwürfe treffen auch das geplante Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken. Bundeskanzler Friedrich Merz verwies auf die nationale Zuständigkeit, während Warken auf die angespannte Finanzlage der Krankenkassen hinwies. Pharma Expertin Susanne Uhlmann sieht die Preisabschläge in Deutschland weiterhin als verbindlich an.

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