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Iran nach dem Krieg: Fragile Stabilität

Die Vereinigten Staaten haben ihre Sanktionen gegen den iranischen Erdölhandel bis zum 21. August ausgesetzt. Eine befristete Lizenz erlaubt Produktion, Lieferung und Verkauf von iranischem Rohöl. Die Maßnahme ist Teil eines Rahmenabkommens, das Washington und Teheran in der vergangenen Woche unterzeichnet haben.

Parallel dazu verhandeln die USA und Katar über die Freigabe von rund sechs Milliarden US Dollar eingefrorener iranischer Öleinnahmen für humanitäre Zwecke. Der Iran bleibt nach den Kriegsschäden auf weitere finanzielle Entlastung angewiesen. Nach vorläufigen Schätzungen der iranischen Regierung belaufen sich die Schäden auf rund 229 Milliarden Euro.

Im Land verschärfen sich die wirtschaftlichen Probleme. Nach Angaben des Wirtschafts und Finanzministers mussten zusätzliche Milliardenkredite von der Zentralbank aufgenommen werden, um kriegsbedingte Ausgaben zu decken. Experten erwarten dadurch weiter steigende Inflation. Besonders stark gestiegen sind die Preise für Lebensmittel, Mieten und andere Grundbedürfnisse. Zugleich wächst die Sorge vor sozialer Unzufriedenheit. Rund 60 Prozent der Befragten geben an, die Belastung nicht länger ertragen zu können, etwa 80 Prozent fühlen sich ungerecht behandelt.

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