Experte Michael Hochgeschwender über den Unabhängigkeitskrieg 1776: Zu den Gründungsproblemen der USA gehört auch Rassismus
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Experte Michael Hochgeschwender über den Unabhängigkeitskrieg 1776: Zu den Gründungsproblemen der USA gehört auch Rassismus

Der Historiker Michael Hochgeschwender ordnet den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg als Revolution auf mehreren Ebenen ein. Neben dem Kampf gegen das britische Mutterland nennt er soziale, politische und ideengeschichtliche Umbrüche, verweist aber auch auf innere Konflikte zwischen Loyalisten, Revolutionären, schwarzen Sklaven und Indigenen.

Hochgeschwender betont, dass die USA von Beginn an keine homogene Staatsnation gewesen seien. Wirtschaftliche Gegensätze zwischen Norden und Süden, Streit über Verfassung, Zollpolitik und Migration sowie die Frage nach nationaler Identität hätten das Land bis in den Bürgerkrieg geprägt. Zu den Gründungsproblemen der USA gehörten aus seiner Sicht auch Rassismus und Ausgrenzung. Der Historiker kritisiert zudem die Mythifizierung der Gründerväter und verweist darauf, dass Freiheit und Gleichheit von Anfang an nicht für alle galten. Sklaven und Frauen seien ausgeschlossen worden.

Auch heutige Debatten sieht Hochgeschwender in dieser Tradition. Er wirft Donald Trump vor, das Geschichtsbild zugunsten eines patriotischen Narrativs zu glätten und die Rolle der Sklaverei herunterzuspielen.

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