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Tinubu muss weg: Regierungskritiker in Nigeria unter Druck

Im Norden Nigerias steht die Kampagne „Tinubu Must Go“ im Zentrum eines harten Vorgehens gegen Regierungskritiker. Die Parole richtet sich gegen Präsident Bola Tinubu. Im vergangenen Monat nahm die Polizei im Bundesstaat Borno fünf Männer fest, weil sie entsprechende T Shirts trugen. Die Behörden warfen ihnen vor, die Shirts hergestellt und getragen zu haben, um den öffentlichen Frieden zu stören. Später kam es auch im Bundesstaat Kano zu einem Polizeieinsatz gegen ein Treffen derselben Bewegung.

Menschenrechtsorganisationen und Aktivisten kritisierten das Vorgehen scharf und sehen darin eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Die Polizei betonte dagegen, die Festnahmen seien im Rahmen einer routinemäßigen Streife erfolgt. Dabei seien mutmaßlich illegale Drogen und weitere Gegenstände gefunden worden. Die Männer würden nicht wegen ihrer politischen Ansichten verfolgt, erklärte die Polizei. Kritik an der Regierung gilt in Nigeria seit Jahren als riskant, wie weitere Fälle von Festnahmen, Verschleppungen und Anklagen gegen Regierungskritiker zeigen.

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