IStGH spricht ehemaligen Rebellenführer aus Zentralafrika schuldig
Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat den früheren Rebellenführer Mahamat Said Abdel Kani aus der Zentralafrikanischen Republik wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Der ehemalige Kommandeur der muslimischen Seleka Rebellen wurde in vier Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter Folter und rechtswidrige Freiheitsberaubung. Das Strafmaß soll später festgelegt werden. Said bestreitet die Vorwürfe.
Said gehörte zu den wichtigsten Anführern der Seleka Miliz, die 2013 Präsident François Bozizé stürzte. Danach kam es zu schweren Kämpfen zwischen Seleka Rebellen und christlich dominierten Anti Balaka Milizen. Nach Angaben der Vereinten Nationen flohen mehr als 700000 Menschen in Nachbarländer.
Der heute 56 Jahre alte Said leitete damals das Zentralbüro zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und war Kommandant eines Gefängnisses in der Hauptstadt Bangui, das als Folterzentrum bezeichnet wurde. Dort sollen Häftlinge misshandelt und unter grausamen Bedingungen festgehalten worden sein. Said war im Januar 2021 an den Strafgerichtshof überstellt worden.
