Meta vor Gericht: Machen Facebook und Instagram süchtig?
Vor dem US Bundesgericht in Oakland hat ein Zivilprozess gegen den Meta Konzern begonnen. 29 US Bundesstaaten werfen dem Unternehmen vor, Facebook und Instagram so gestaltet zu haben, dass Kinder und Jugendliche möglichst lange gebunden und abhängig gemacht werden. Zudem soll Meta Daten Minderjähriger unrechtmäßig gesammelt und die Öffentlichkeit über Risiken getäuscht haben.
Im Zentrum des Verfahrens stehen Funktionen wie Endlos Scrollen, häufige Benachrichtigungen und sichtbare Gefällt mir Zahlen. Die Kläger verlangen unter anderem Altersbeschränkungen, Begrenzungen der Nutzungsdauer sowie Änderungen oder die Abschaltung bestimmter Funktionen. Auch Algorithmen und KI Modelle, die auf Daten Minderjähriger beruhen, sollen gelöscht werden.
Der Prozess soll sechs bis sieben Wochen dauern, eine Entscheidung wird Anfang Oktober erwartet. Meta weist die Vorwürfe zurück und macht geltend, psychische Probleme Jugendlicher ließen sich nicht auf einen einzelnen Onlinedienst zurückführen. Vor Gericht könnten auch Meta Chef Mark Zuckerberg und Instagram Chef Adam Mosseri aussagen.
