|

Rienzi: Warum diese Wagner Oper so aktuell ist

Richard Wagners frühe Oper Rienzi ist in Bayreuth erstmals bei den Festspielen zu sehen und sorgt wegen ihrer historischen Belastung für Diskussionen. Zum Auftakt der 150. Festspiele wurde das Werk in einer Inszenierung von Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka gezeigt, die den Stoff in die Gegenwart verlegt und den Aufstieg des Volkstribuns als Weg in die Diktatur deutet.

Die Produktion zeigt eine überwachte Gesellschaft mit Betonbauten, Monitoren und Handys. Rienzi gewinnt zunächst eine Wahl, kippt später in Gewalt und Militärherrschaft und verliert am Ende in Wahnvorstellungen seine Macht. Die Premiere wurde mit Applaus für die Sänger, die Dirigentin Natalie Stutzmann und das Festspiel Orchester aufgenommen.

Begleitet wird die Aufführung von Kritik an der Wahl des Werks für das Jubiläum. Zugleich betonen Beteiligte die Notwendigkeit, sich auf der Bühne offen mit Wagners Werk und seiner politischen Belastung auseinanderzusetzen.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert