Prozess um Soester Horrorhaus hat am Landgericht Arnsberg begonnen
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Prozess um Soester Horrorhaus hat am Landgericht Arnsberg begonnen

Am Landgericht Arnsberg hat der Prozess um das sogenannte Soester Horrorhaus begonnen. Vier Männer sollen eine 33 Jahre alte Frau in Soest über mehr als drei Monate misshandelt, sexuell erniedrigt und gefangen gehalten haben. Zweimal soll sie vergewaltigt worden sein. Zeitweise war sie nach Angaben der Anklage mit Handschellen an ein Heizungsrohr gekettet.

Aufgeflogen war der Fall im vergangenen November, nachdem ein Anwohner eine halbnackte Frau gefesselt auf einem Balkon gesehen und die Polizei gerufen hatte. Die Frau war lebensbedrohlich unterkühlt und musste intensivmedizinisch behandelt werden. Ermittler gehen davon aus, dass sie abhängig gemacht wurde.

Besonders ungewöhnlich ist der Prozess, weil zwei der Angeklagten noch Jugendliche sind. Deshalb verhandelt die Jugendkammer, zunächst öffentlich. Nach neuen Beweisen, darunter Videos auf einer SD Karte, könnten am nächsten Termin teilweise Geständnisse folgen. Unter den Beschuldigten ist auch die frühere Lebensgefährtin des Hauptangeklagten, die seit dem 25. September in Untersuchungshaft sitzt.

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