Nazi Vergleiche: Warum Vergleichen nicht gleich Gleichsetzen heißt
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Nazi Vergleiche: Warum Vergleichen nicht gleich Gleichsetzen heißt

Charlotte Knobloch zieht im Interview mit dem Stern Parallelen zwischen der AfD und der NSDAP vor 1933, betont aber zugleich, dass man beide nicht gleichsetzen könne. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern verweist auf das frühe Auftreten extremistischer Tendenzen und sagt, sie sehe in vielen Bereichen keinen Unterschied mehr zur NSDAP vor deren Machtübernahme. Sollte die AfD in Sachsen Anhalt an die Regierung kommen, rechnet sie mit einer Auswanderung von Juden.

Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer unterstützt Knoblochs Einordnung und spricht von vergleichbaren Sprachbildern, Feindbildern und völkischen Vorstellungen. Die AfD weist die Aussagen als unbelegte Meinungsäußerung zurück.

Die Historikerin Berit Kö beschreibt NS Vergleiche als moralische Maximalwaffe und verweist zugleich auf eine zunehmende Verschiebung der Grenzen des Sagbaren nach rechts. Sie nennt Beispiele aus der politischen Debatte, in der NS Bezüge immer wieder für Provokationen und politische Angriffe genutzt werden.

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