Klima: Streit um Geld und Ausstieg aus Öl und Kohle
Der Krieg im Nahen Osten und die Energiekrise haben die Abhängigkeit der Weltwirtschaft von Öl und Gas erneut ins Zentrum der Klimadebatte gerückt. UN Klimachef Simon Stiell sagte in Bonn, die Nutzung fossiler Brennstoffe verursache nicht nur enormes Leid, sondern auch eine Kostenkrise, die Volkswirtschaften weltweit belaste.
Bei den Zwischenverhandlungen der 195 Staaten des Pariser Klimaabkommens ging es auch um die Frage, wie der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas stärker vorangetrieben werden kann. In den Gesprächen spielte zudem die Klimafinanzierung eine wichtige Rolle. Mehrere Länder setzten sich für einen klaren Fahrplan weg von fossilen Energieträgern ein, doch vor allem Ölstaaten und weitere Staaten blockierten entsprechende Formulierungen immer wieder.
Auch außerhalb der offiziellen Verhandlungen wächst der Druck. In Kolumbien trafen sich Ende April rund 60 Länder zu einer Konferenz über den Ausstieg aus fossilen Energien. Zugleich fordern afrikanische Staaten mehr öffentliche Zuschüsse und eine Aufstockung der internationalen Klimafinanzierung, da sie die Kosten der Anpassung nicht über neue Schulden tragen könnten.
