Moskau vergleicht Tat mit 1933: Diebe stehlen Puschkin Statue, Stadt in NRW spürt Zorn des Kreml
In Hemer im nördlichen Sauerland ist eine Bronzestatue des russischen Nationaldichters Alexander Puschkin gestohlen worden. Das 1994 eingeweihte Denkmal war ein Geschenk der russischen Partnerstadt Schelkowo und sollte die Freundschaft zwischen Deutschen und Russen symbolisieren.
Unbekannte holten die rund 1,80 Meter große Statue zwischen Freitag und Samstagfrüh von ihrem Steinsockel im Friedenspark. Die Stadt setzte 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus. Die Polizei geht derzeit von Metalldieben aus und sieht keine politischen Motive.
In Moskau reagierte das Außenministerium empört und sprach von russlandfeindlicher Cancel Culture. Sprecherin Maria Sacharowa verglich die Tat auf Telegram mit den Bücherverbrennungen von 1933. Vom Denkmal blieben nur der Sockel und rostige Stahlanker übrig.
