Nieder mit dem Regime: Terror, Krieg und Fußball kollidieren, Iran zerrissen im explosivsten Spiel der WM
Das erste WM Spiel des Iran gegen Neuseeland ist von Protesten, Buh Rufen und Jubel geprägt worden und hat die Spaltung in der iranischen Diaspora sichtbar gemacht. Vor dem SoFi Stadium in Los Angeles demonstrierten mehrere Dutzend Menschen gegen die iranische Regierung und gegen die Nationalelf, die sie dem Machtapparat des Landes zurechnen.
Im Stadion wurden die iranische Nationalhymne und einzelne Spieler mit Buhrufen und Pfiffen empfangen, während andere Zuschauer applaudierten. Auch auf den Rängen kam es zu Spannungen zwischen Regimegegnern und Anhängern der Islamischen Republik. Das Spiel endete 2 zu 2, nachdem Iran zweimal ausglich.
Der Mannschaftskapitän Mehdi Taremi betonte vor der Partie, das Team wolle alle Iraner vereinen und sich nicht in die Politik einmischen. Zugleich verwies der Bericht auf den Druck, unter dem iranische Sportler nach früheren Protesten gestanden haben sollen. Bei der Weltmeisterschaft spielt erstmals ein Gastgeberland im Krieg mit einem Teilnehmerland, was das Turnier zusätzlich politisch auflädt.
