Deutschlands Staatsverschuldung: Investitionen oder Belastung?
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Deutschlands Staatsverschuldung: Investitionen oder Belastung?

Deutschland hat derzeit mehr als 2,7 Billionen Euro Schulden, die Schuldenquote liegt bei 63 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zuletzt stiegen die Schulden vor allem wegen Sonderschulden für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie zusätzlicher Ausgaben für die Bundeswehr.

Ökonomen bewerten Staatsverschuldung nicht grundsätzlich negativ. Entscheidend sei, wofür das Geld verwendet werde. Investitionen in Schienen, Straßen, Schulen oder erneuerbare Energien könnten künftigen Wohlstand schaffen. Auch die Wiedervereinigung wird als Beispiel genannt, bei der staatliche Ausgaben nach Einschätzung von Ökonomen zu zusätzlicher Wirtschaftsleistung geführt hätten.

Gleichzeitig warnen Fachleute vor steigenden Zinslasten. Für 2021 wurden Zinsausgaben von vier Milliarden Euro genannt, ab 2027 könnten es knapp 80 Milliarden Euro sein. Deutschland gilt zwar als finanziell vertrauenswürdig und nicht von Zahlungsunfähigkeit bedroht, doch hohe Zinsen und schwaches Wachstum könnten den politischen Spielraum deutlich einschränken.

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