Mit dem Scanner Blick im Einsatz über den Wolken
Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter nutzen beim Boarding und während des Flugs den Blickkontakt, um Stimmung, mögliche Unsicherheit oder Konflikte bei Passagieren schnell einzuschätzen. Nadine Vetter, Purserin bei Austrian Airlines, achtet dabei zunächst auf das Gesicht der Fluggäste und versucht zu erkennen, ob etwa Wut, Flugangst oder andere Belastungen eine Rolle spielen.
Experten erklären, dass solche Ersteinschätzungen in Sekundenbruchteilen möglich sind. Der geschulte Blick gehört für Kabinencrews ebenso zur Arbeit wie Krisenmanagement, Erste Hilfe und Gastfreundlichkeit. Gleichzeitig sei der Scanner Blick kein Ersatz für professionelles Face Reading, sondern eine im Beruf erlernte Fähigkeit.
Neben der Einschätzung von Passagieren spielt auch die nonverbale Kommunikation im Team eine wichtige Rolle. In engem Raum in großer Höhe sei Zusammenarbeit besonders wichtig, sagt Vetter. Entscheidend seien offene Körpersprache, kontrollierte Mimik und Empathie, damit Passagiere sich wahrgenommen und sicher fühlen.
