Lena Schätte erhält Bachmann-Preis für ihre literarische Leistung
Lena Schätte hat den diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Die Jury gab bekannt, dass die Autorin aus Nordrhein-Westfalen mit ihrem Text “Was wir tragen” die Auszeichnung im Rahmen des Wettlesens in Klagenfurt erhielt. Schätte setzte sich gegen 13 Mitbewerber durch.
Der Ingeborg-Bachmann-Preis ist mit 30.000 Euro dotiert und wird seit 1977 während der Tage der deutschsprachigen Literatur verliehen. In ihrer Erzählung thematisiert Schätte die Freundschaft zweier übergewichtiger Schülerinnen, die als soziale Außenseiterinnen leben. Der Juror Thomas Strässle bezeichnete den Text in seiner Laudatio als von “existenzieller Wucht” und lobte die sensible Behandlung des Themas Ausgrenzung.
In ihrer ersten Reaktion auf den Gewinn äußerte Schätte: “Es ist ein Fiebertraum.” Im vergangenen Jahr war sie mit ihrem Roman “Das Schwarz an den Händen meines Vaters” auf die Longlist des Deutschen Buchpreises gelangt.
Die 32-jährige Autorin stammt aus Lüdenscheid und lebt in Altena. Vor ihrem literarischen Studium am Literaturinstitut Leipzig arbeitete sie als Psychiatriekrankenschwester.
Der Ingeborg-Bachmann-Preis wird zu Ehren der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann verliehen, die am 25. Juni 2023 ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte. Zu den bisherigen Preisträgern zählen namhafte Autoren wie Sten Nadolny, Sibylle Lewitscharoff und Uwe Tellkamp. Im vergangenen Jahr wurde die österreichische Schriftstellerin Natascha Gangl für ihren poetischen Text “DA STA” ausgezeichnet.
