Konzernumbau beim Autohersteller: Was VW in China anders macht
Volkswagen bereitet einen Konzernumbau vor und zeigt in China bereits, wie sich das Unternehmen verändern könnte. Dort bringt der Hersteller viele neue Modelle auf den Markt und setzt auf vergleichsweise günstige Elektroautos und Plug in Hybride. Ein neues Modell kostet umgerechnet knapp 12.000 Euro und liegt damit deutlich unter dem Preis eines Polo in Deutschland.
In China entwickelt und produziert VW nach eigenen Angaben deutlich schneller und kostengünstiger. Ein neues Werk in der Provinz Anhui ersetzt ein älteres in Nanjing, dazu kommt ein Entwicklungszentrum nach chinesischem Vorbild. Die Software wird von chinesischen Ingenieuren direkt vor Ort entwickelt und getestet. Ein neues Auto soll so in 18 Monaten marktreif sein, etwa halb so schnell wie bisher. Auch die Personalkosten liegen deutlich niedriger.
In der Fabrik arbeitet Volkswagen mit einem hohen Automatisierungsgrad. Nach Unternehmensangaben sind fast 95 Prozent der Abläufe automatisiert, nur noch rund 150 Beschäftigte sind vor allem in der Qualitätskontrolle tätig. Für Deutschland wird diskutiert, ob sich in China entwickelte Fahrzeuge auch dort bauen lassen.
