Krieg und Katastrophen: Wie gut ist Deutschland vorbereitet?
Deutschland will den Bevölkerungsschutz mit einem neuen Pakt deutlich ausbauen. Das Bundeskabinett verabschiedete am 20. Mai 2026 einen von Innenminister Alexander Dobrindt vorgelegten Plan, nach dem bis 2029 zehn Milliarden Euro in den Zivilschutz fließen sollen. Vorgesehen sind Investitionen in Personal, Ausrüstung, Technik und die Modernisierung von Gebäuden, vor allem beim Technischen Hilfswerk.
Geplant sind außerdem 1000 Spezialfahrzeuge, eine Stärkung der Medizinischen Task Force sowie eine neue Stabsstelle zur Vernetzung ziviler und militärischer Verteidigungsstrukturen. Auch einheitliche Ausbildungsstandards, Zivilschutzunterricht an Schulen und bessere Warnsysteme gehören zu den Vorhaben. Öffentliche Schutzräume sollen erfasst und in das digitale Warnsystem des Bundes und die NINA App integriert werden.
Experten und Hilfsorganisationen halten Deutschland im Bevölkerungsschutz seit Jahren für schlecht aufgestellt. Sie verweisen auf zu geringe Investitionen nach dem Kalten Krieg, fehlende Schutzräume, Lücken im Sirenennetz und den langsamen Fortschritt beim Ausbau moderner Strukturen.
