Jeder muss sterben: Drogenbanden in den Niederlanden agieren immer brutaler
Bei einem Angriff im niederländischen Overasselt ist im September ein 51 Jahre alter Wachmann erschossen worden, zwei Polizisten wurden schwer verletzt. Nach Angaben aus den Ermittlungen waren Dutzende vermummte und bewaffnete Männer an der Tat beteiligt. Etwa 40 Personen wurden inzwischen in mehreren Ländern festgenommen, viele von ihnen stehen unter Mordverdacht.
Ziel des Angriffs war demnach der Niederländer Jan G., der wegen Drogendelikten zu vier Jahren Haft verurteilt worden war. Er wurde inzwischen in Deutschland nach einem niederländischen Haftbefehl festgenommen. Ermittler vermuten einen Zusammenhang mit einer mutmaßlich gestohlenen Menge von 1283 Kilogramm Kokain und gehen von einer Abrechnung im Umfeld internationaler Drogenbanden aus.
Der Fall gilt in den Niederlanden als Beispiel für die zunehmende Brutalität des organisierten Verbrechens. Experten verweisen auf die Rolle des Landes als Drehscheibe im internationalen Drogenhandel und auf eine neue Arbeitsweise, bei der junge Männer über soziale Medien für Gewaltaufträge angeheuert werden.
