Haitis WM Hoffnung trotz Ausnahmezustand
Haiti erlebt trotz Armut, Gewalt und politischem Chaos einen seltenen Fußballmoment. Das Land hat sich für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert, erst zum zweiten Mal in seiner Geschichte nach 1974. Nun steht das erste WM Spiel gegen Schottland an.
Im Land ist der Fußballbetrieb von der Sicherheitslage geprägt. Schätzungsweise 80 Prozent von Port au Prince werden von bewaffneten Banden kontrolliert, Wege sind teils lebensgefährlich. Auch die Qualifikationsspiele wurden deshalb außerhalb Haitis ausgetragen.
Im Kader steht mit Woodensky Pierre nur ein Nationalspieler, der noch in Haiti lebt. Die übrigen 25 Spieler spielen im Ausland, 16 von ihnen wurden außerhalb Haitis geboren. Für den Verband ist Pierres Teilnahme ein Symbol dafür, dass das Land weiterlebt. Gleichzeitig hoffen viele in Haiti auf die WM Mannschaft als Zeichen für Hoffnung und ein besseres Leben.
