Führungsfiguren des Königreichs Deutschland angeklagt
Der Generalbundesanwalt hat vier Führungsfiguren der verbotenen Reichsbürgergruppe Königreich Deutschland angeklagt. Unter ihnen ist der sogenannte Oberste Souverän Peter Fitzek. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, als Rädelsführer in einer kriminellen Vereinigung gehandelt sowie verbotene Einlagen und Versicherungsgeschäfte betrieben, Steuern hinterzogen und Urkunden gefälscht zu haben.
Das Oberlandesgericht Düsseldorf muss nun entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird und wann ein Prozess beginnt. Das Königreich Deutschland war im Mai 2025 von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt verboten worden. Noch am selben Tag ließ die Bundesanwaltschaft bundesweit Gebäude durchsuchen und die vier Verdächtigen in Brandenburg, Rheinland Pfalz und Sachsen festnehmen. Sie sitzen seitdem in Untersuchungshaft.
Nach Angaben des Verfassungsschutzes wurde die Gruppe 2012 in Wittenberg gegründet. Sie verstand sich als eigener Staat mit eigener Verfassung, Währung und Ausweisen. Zwischen 2020 und 2025 nahm sie demnach rund zehn Millionen Euro ein.
