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Wahl in Bosnien und Herzegowina: Ein komplexer Staat

Bosnien und Herzegowina gilt als einer der kompliziertesten Staaten Europas. Die Macht im Land ist zwischen dem Gesamtstaat, der Föderation Bosnien und Herzegowina, der Republika Srpska und dem Distrikt Brcko aufgeteilt. Hinzu kommt die ethnische Ordnung des politischen Systems, in dem Bosniaken, Serben und Kroaten als konstitutive Völker fest verankert sind.

Die heutige Struktur geht auf das Dayton Friedensabkommen von 1995 zurück, das den Bosnienkrieg beendete. Der Krieg dauerte von 1992 bis 1995, kostete rund 100000 Menschen das Leben und vertrieb etwa 2,2 Millionen. Bis heute prägt das Abkommen die politischen Abläufe im Land. Der Hohe Repräsentant der internationalen Gemeinschaft verfügt über weitreichende Vollmachten und kann unter anderem Gesetze erlassen oder Amtsträger entlassen.

Gleichzeitig bleiben die Spannungen groß. Vor allem aus der Republika Srpska kommt Kritik am internationalen Einfluss, während dort separatistische Tendenzen bestehen. Auch kroatische Vertreter dringen auf mehr Eigenständigkeit. Als mögliche Perspektive gilt die Annäherung an die Europäische Union, doch dafür sind noch zahlreiche Reformen nötig.

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