Erneut mehr Verdachtsmeldungen bei der Bundeswehr
Die Zahl rechtsextremistischer Verdachtsmeldungen bei der Bundeswehr ist im Jahr 2025 erneut leicht gestiegen. Nach bislang unveröffentlichten Daten des Bundesverteidigungsministeriums gingen 302 Sicherheitsmeldungen mit rechtsextremistischen Bezügen ein, nach 280 im Vorjahr. Rund 350 Personen gerieten dabei ins Visier, mehr als 90 Bundeswehrangehörige wurden entlassen.
Die Meldungen reichten von rassistischen oder ausländerfeindlichen Äußerungen über NS Symbole und Hakenkreuz Schmierereien bis hin zur Teilnahme an rechtsextremistischen Veranstaltungen oder dem Teilen entsprechender Bilder über WhatsApp. Vereinzelt kam es auch zu Entlassungen, weil Soldaten die sogenannte Sylter Hymne gesungen hatten.
Nicht alle Verdachtsmeldungen bestätigten sich. Etwa 25 Prozent wurden bestätigt, rund 30 Prozent nicht. Zu den häufig gemeldeten Fällen gehörte der Hitlergruß, der 2025 zu 65 Soldaten gemeldet wurde, bestätigt wurden bislang weniger als zehn Fälle.
