Kämpfen, essen, ruhen im Wald: Wie die Bundeswehr im Baltikum den Feindkontakt übt
Erstmals übt die Bundeswehr Brigade Litauen im Baltikum unter realen Bedingungen. Seit Anfang Juni trainieren 2400 deutsche Soldaten auf dem Truppenübungsplatz Pabrade nahe der Grenze zu Belarus in einer Landschaft aus Wald, Sand und Sumpf. Im Mittelpunkt steht die Gefechtsübung Freedom Shield 2026, bei der die Truppe den Ernstfall in einem Gelände proben soll, das sich deutlich von den Einsatzbedingungen in Deutschland unterscheidet.
Für die Übung wurden unter anderem Kampfpanzer Leopard 2, Schützenpanzer Puma, Bergepanzer Büffel und Brückenlegepanzer Biber in das Land gebracht. Insgesamt sind 800 Fahrzeuge, 350 Drohnen und Hubschrauber im Einsatz. Die Soldaten üben dabei auch Reparaturen im Gefecht, Tarnung gegen Drohnen und den Dauerbetrieb im Feld. Die Brigade 45 Litauen soll ab 2027 dauerhaft an der Grenze zu Belarus stationiert werden.
Die litauische Ostgrenze gilt wegen des Suwalki Korridors als sicherheitspolitisch besonders sensibel. In dem Grenzgebiet werden bereits Panzersperren, Gräben und andere Hindernisse vorbereitet.
