EEG 2027: Studie warnt vor massivem Einbruch beim Ausbau privater Solaranlagen
Die geplante Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes sorgt vor der Verabschiedung für Kritik an den neuen Regeln für private Photovoltaikanlagen bis 25 Kilowatt. Nach dem Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums sollen Betreiber kleiner Anlagen ab Januar 2027 keine feste Einspeisevergütung mehr erhalten. Vorgesehen sind stattdessen Direktvermarktung zu Börsenstrompreisen oder der Verzicht auf die Einspeisung ins Netz.
Eine Studie des Berliner Forschungsinstituts Aquu, erstellt im Auftrag des Solarenergie Fördervereins Deutschland, hält beide Optionen für private Haushalte derzeit für wenig attraktiv. Besonders die Nulleinspeisung würde nach Berechnungen starke Einbußen bringen. Bei einem Einfamilienhaus mit 10 Kilowatt PV Anlage und 10 Kilowattstunden Speicher könnten von rund 11.000 Kilowattstunden Jahresertrag nur etwa 3.400 Kilowattstunden genutzt werden.
Auch die Wirtschaftlichkeit würde sich deutlich verschlechtern. Die Stromgestehungskosten könnten von rund 10 Cent auf 31 Cent pro Kilowattstunde steigen. Die Amortisationszeit würde sich nach den Berechnungen von 15,6 auf 25,3 Jahre verlängern. Der Solarenergie Förderverein fordert deshalb Nachbesserungen am Gesetzentwurf und will die feste Einspeisevergütung für kleine Anlagen erhalten sehen.
