Co Location verändert die Logik der Projektierung
Die Integration von Photovoltaik oder Batteriespeichern in bestehende Windprojekte verändert die Projektierung grundlegend. Bei hybriden Vorhaben greifen Stromerzeugung, Speichereinsatz, Netzanschlusskapazität, Abregelung und Erlöse direkt ineinander, sodass Entscheidungen zur Auslegung zugleich andere Parameter beeinflussen. Dadurch entsteht deutlich mehr Komplexität als bei klassischen Windprojekten.
Zusätzlich verschärfen Netzengpässe, steigende Abregelungsrisiken und volatile Strompreise die Anforderungen an die Planung. Die Vorteile von Co Location, etwa die kombinierte Nutzung von Wind und Solar, die Flexibilität durch Speicher und die effizientere Nutzung bestehender Netzanschlüsse, lassen sich nur dann realisieren, wenn Projekte von Anfang an als integrierte Systeme bewertet werden.
Viele Projektierer betrachten Wind, Photovoltaik und Speicher noch getrennt. Dadurch werden Wechselwirkungen oft erst spät sichtbar. Besonders bei Repowering Vorhaben können bestehende Netzanbindungen und Infrastruktur als Ausgangspunkt dienen, um hybride Projekte frühzeitig strukturiert zu entwickeln. Für Investoren und Finanzierer werden transparente und belastbare Modelle damit zunehmend wichtig.
