Ebola Epidemie im Kongo: Die Suche nach den Anfängen
Im Norden der Demokratischen Republik Kongo verdichten sich die Hinweise darauf, dass der aktuelle Ebola Ausbruch deutlich früher begonnen hat als zunächst angenommen. Offiziell gemeldet wurde er am 15. Mai, nachdem Laboruntersuchungen die Bundibugyo Variante des Virus bestätigt hatten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation und von Africa CDC könnte sich die erste Ansteckung jedoch schon im Februar ereignet haben.
Als möglicher erster Fall gilt eine Gesundheitsfachkraft aus Mongbwalu in der Provinz Ituri, die Ende April Symptome entwickelte und später starb. Die WHO wurde erst am 5. Mai über eine unbekannte Krankheit mit hoher Sterblichkeitsrate informiert und gab noch vor den kongolesischen Behörden eine Warnung heraus. Mehrere internationale Organisationen kritisierten die verzögerte Reaktion der Behörden.
Auch das Rote Kreuz der DR Kongo verwies auf ungewöhnliche Todesfälle in Mongbwalu bereits Ende März. In einer Studie des US CDC wird eine Übertragung von einem Tier auf einen Menschen zwischen Mitte und Ende Februar als plausibel beschrieben. WHO Regionaldirektor Mohamed Janabi sagte, frühe Infektionen könnten zunächst mit Malaria oder Typhus verwechselt worden sein.
