Ebola Ausbruch: WHO Chef fordert Waffenstillstand im Kongo
Die Weltgesundheitsorganisation dringt angesichts des Ebola Ausbruchs im Osten der Demokratischen Republik Kongo auf einen sofortigen Waffenstillstand. WHO Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus bezeichnete die Kämpfe in der Provinz Ituri als größtes Hindernis bei der Eindämmung der Krankheit. Gewalt und Unsicherheit behinderten die medizinische Versorgung massiv und gefährdeten Menschenleben.
Tedros rief die Konfliktparteien in Bunia dazu auf, die Waffen vorübergehend schweigen zu lassen. Nach Angaben der WHO wurden im vergangenen Monat rund 100000 Menschen durch Kämpfe vertrieben. Viele Betroffene seien dadurch für Gesundheitsbehörden kaum erreichbar. Der aktuelle Ausbruch wird durch die seltene Bundibugyo Variante des Ebola Virus verursacht, gegen die es bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt.
Die WHO meldete zugleich den ersten Genesungsfall nach einer bestätigten Ebola Infektion. Insgesamt geht die Organisation von einem größeren Ausmaß des Ausbruchs aus, als bisher bestätigt wurde.
