Dollars für deutsche Wertarbeit: US Geschäfte mit Deutschland
US Investoren greifen weiter nach deutschen Traditionsunternehmen und mittelständischen Betrieben. Nach einer Auswertung des Finanzdatenanbieters Pitchbook gab es im vergangenen Jahr 76 Übernahmen und Beteiligungen an deutschen Industrie und Fertigungsunternehmen mit US Beteiligung. Das Transaktionsvolumen summierte sich den Angaben zufolge 2025 auf rund 29,5 Milliarden US Dollar, fast doppelt so viel wie 2022.
Besonders gefragt sind spezialisierte Unternehmen mit starken Kundenbeziehungen und technischem Know how. Als Gründe gelten auch fehlende Nachfolger in vielen Familienbetrieben und die vergleichsweise moderaten Bewertungen deutscher Firmen im internationalen Vergleich. Zu den prominenten Deals zählten in diesem Jahr Ebm Papst, das für 5,4 Milliarden Dollar an Madison Air ging, sowie BASF Coatings, das Carlyle gemeinsam mit der Qatar Investment Authority für 7,7 Milliarden Euro kaufte.
Trotz des hohen Interesses flossen 2025 deutlich weniger Investitionsmittel aus den USA nach Deutschland als im Vorjahr. Insgesamt stiegen die Auslandsinvestitionen zwar, aus den USA kamen jedoch nur noch 11,8 Milliarden Euro. Viele befragte US Unternehmen wollen ihre Aktivitäten in Deutschland dennoch ausweiten.
