Entwicklungshilfe: Wir konzentrieren uns auf Lebensrettung
Die Etats für Entwicklungsministerium und humanitäre Hilfe sind seit 2022 jedes Jahr gesunken. Unter dem Strich steht ein Minus von einem Drittel, übrig geblieben sind rund zehn Milliarden Euro für Entwicklungshilfe und eine Milliarde für humanitäre Hilfe. Nach Einschätzung von Terre des Hommes und Welthungerhilfe sollen die Mittel weiter sinken.
Die beiden Hilfsorganisationen kritisieren mangelnde politische Unterstützung, sinkende Finanzierung und die Missachtung des humanitären Völkerrechts. Welthungerhilfe Chef Mathias Mogge warnt vor fehlender Strategie. Terre des Hommes und Welthungerhilfe fordern mehr Mitsprache für Akteure aus dem Globalen Süden und wollen, dass junge Menschen stärker in entwicklungspolitische Entscheidungen einbezogen werden.
Zugleich verlangen sie, Entwicklungszusammenarbeit, Friedenssicherung und humanitäre Hilfe besser zu verzahnen und über mehrjährige Finanzierungen abzusichern. Hoffnung setzen sie auf die geplante Nord Süd Kommission, die in Kürze ihre Arbeit aufnehmen soll. Die Auftaktveranstaltung ist für den 30. Juni in Hamburg geplant.
