Eine Branche im Umbruch: Europas Autozulieferer in Schwierigkeiten
Europas Autozulieferer geraten unter Druck, obwohl die Autofabriken weltweit wieder stärker produzieren. Viele Unternehmen der Branche verzeichnen Gewinneinbrüche, einige schreiben rote Zahlen, andere schließen Standorte. Fachleute sprechen von einer angespannten Lage, die auch viele Beschäftigte verunsichert.
Hintergrund ist der Umbau der gesamten Autoindustrie. Der Übergang vom Verbrenner zum Elektroantrieb, die zunehmende Digitalisierung im Fahrzeug und der wachsende Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändern die Nachfrage nach bisherigen Produkten der Zulieferer. Viele Firmen sind zudem stark von den Entscheidungen der Hersteller abhängig.
Nach Angaben der Beratungsgesellschaft EY ist der Umsatz der in Deutschland ansässigen Zulieferer 2025 um vier Prozent gesunken. Innerhalb von sechs Jahren ist dort fast jede vierte Stelle weggefallen. Besonders mittelständische Unternehmen mit starker Bindung an den Verbrennungsmotor gelten als gefährdet.
Gleichzeitig gewinnen neue Wettbewerber an Bedeutung, vor allem aus China. Deren Hersteller und Zulieferer bauen ihren Anteil an der Wertschöpfungskette weiter aus, etwa bei Batterien, Halbleitern, Software und kompletten Systemlösungen.
