Deutschland verpasst EU Termin, Strafe droht
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Deutschland verpasst EU Termin, Strafe droht

Deutschland hat die EU Frist zur Umsetzung der Entgelttransparenzrichtlinie verpasst. Das Gesetz soll mehr Lohngleichheit schaffen, indem Vergütungsstrukturen nachvollziehbarer werden, Beschäftigte Auskunft über mögliche Benachteiligungen erhalten und Arbeitgeber ungerechtfertigte Unterschiede beseitigen müssen.

In Deutschland ist das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern weiter messbar. Das Statistische Bundesamt bezifferte den bereinigten Gender Pay Gap 2025 auf rund sechs Prozent. Das Bundeskabinett beschloss zwar am 6. Mai einen Gesetzentwurf zur Änderung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, die Vorgaben der EU wurden aber nicht fristgerecht bis zum 7. Juni umgesetzt.

Die Richtlinie sieht unter anderem mehr Transparenz im Bewerbungsverfahren, betriebliche Prüfverfahren und Berichtspflichten für größere Unternehmen vor. Bei einer Nichtumsetzung kann die EU Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten. Deutschland hatte bereits wegen der verspäteten Umsetzung von Vorgaben zum Hinweisgeberschutz eine Geldstrafe von 34 Millionen Euro erhalten.

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