Cyberangriffe auf Hunderte französische Supermärkte
Bei einem Cyberangriff sind die Tiefkühlsysteme Hunderter französischer Supermärkte lahmgelegt worden. Betroffen waren nach Angaben von Finanzminister Roland Lescure etwa 700 von rund 10.000 Märkten im Land.
Lescure sagte im Parlament, der Angriff gefährde nicht die Lebensmittelversorgung in Frankreich, treffe aber das Herz der Ernährungssicherheit. Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu habe die Cybersicherheitsbehörde mit einer Untersuchung beauftragt, die sich auch mit europäischen Partnern abstimme.
Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft wurden vernetzte Kühlschränke in den Filialen über Nacht stundenlang auf 50 Grad Celsius erhitzt. Die Ermittler prüfen auch mögliche Schäden durch verdorbene Lebensmittel und Brände. Auch die deutsche Cybersicherheitsbehörde BSI reagierte alarmiert und verwies auf die Gefahr ähnlicher Angriffe in anderen Ländern.
