Klimafolgen: Hitze kostet der deutschen Wirtschaft Milliarden
Extreme Hitze könnte die deutsche Wirtschaft bis 2030 nach Einschätzung von Allianz Trade mit Verlusten von rund 112,5 Milliarden Euro belasten. Grundlage der Prognose sind wiederkehrende Hitzewellen wie im vergangenen Jahrzehnt. Nach der Untersuchung sinkt die Produktivität pro Grad über 30 Grad um etwa drei Prozent, während die Energiekosten wegen höherem Kühlbedarf um rund 1,2 Prozent je Grad steigen.
Allianz Trade sieht extreme Hitze als strukturellen wirtschaftlichen Schock. Der Schaden entstehe vor allem langfristig, weil sinkende Renditeerwartungen Investitionen bremsen und damit Produktivität sowie Wettbewerbsfähigkeit schwächen. Beim Bruttoinlandsprodukt seien in den kommenden vier Jahren Einbußen von bis zu drei Prozent möglich. Europa sei auf Hitze schlechter vorbereitet als andere Regionen, auch weil Klimaanlagen dort seltener sind und viele Gebäude Wärme speichern statt ableiten.
