Chinas Machtpolitik: Wie Xi die Welt verändert
China hat mit einer großen Militärparade in Peking den 80. Jahrestag der Niederlage Japans im Zweiten Weltkrieg begangen. Zehntausend Soldaten, moderne Panzer und Hyperschallraketen zogen über den Platz des Himmlischen Friedens. Staatspräsident Xi Jinping betonte dabei Chinas Anspruch, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen, und sprach von einer unaufhaltsamen Wiedergeburt der chinesischen Nation.
Bei der Parade waren auch Russlands Präsident Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu Gast. Tage zuvor hatten Xi und Putin beim Gipfel der Shanghai Organisation für Zusammenarbeit eine alternative Weltordnung skizziert, die den Globalen Süden stärker in den Mittelpunkt stellen soll. Die EU Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte vor einer autokratischen Allianz, die rasch zu einer neuen Weltordnung gelangen wolle.
China strebt seit Jahren nach dem Status einer Weltmacht, baut seinen Einfluss in Asien, Afrika und im Pazifik aus und unterhält enge wirtschaftliche und politische Kontakte zu Russland und anderen Staaten. Zugleich wächst in Europa die Sorge vor Chinas wirtschaftlicher und geopolitischer Stärke.
