EU Emissionshandel: Folgen für Industrie und Klima
Die EU Kommission hat ihre Reform des Emissionshandels vorgelegt und kommt der Industrie dabei deutlich entgegen. Unternehmen sollen mehr Zeit bekommen, ihren CO2 Ausstoß zu senken, länger kostenlose Zertifikate erhalten und zusätzliche Unterstützung für den Umbau bekommen. Zugleich sollen die Regeln so geändert werden, dass die jährliche Obergrenze für Emissionen ab 2031 langsamer sinkt als bisher geplant.
Für energieintensive Branchen wie Stahl und Zement bedeutet das längere Entlastung. Kostenlose Zertifikate sollen bis 2038 statt bis 2034 gelten, allerdings nur unter Bedingungen. Unternehmen müssen Investitionspläne für klimafreundlichere Produktion vorlegen und umsetzen. Auch die Verlagerung der Produktion außerhalb der EU soll Folgen haben.
Der Emissionshandel bleibt das zentrale Klimaschutzinstrument der EU. Er soll zugleich ausgeweitet werden, unter anderem auf Müllverbrennung und ab 2029 auf bestimmte Flüge aus der EU. Die Reform stößt auf Zustimmung in Teilen der Industrie, aber auch auf Kritik von Grünen, Wissenschaft und Umweltverbänden. Nun verhandeln Europaparlament und Mitgliedstaaten über die endgültigen Regeln.
