Bundestagsabgeordnete in Taiwan: China protestiert
Eine fünfköpfige Delegation des Deutschen Bundestags hält sich derzeit in Taiwan auf. Der Parlamentarische Freundeskreis Berlin Taipei ist für einen bilateralen Austausch gereist, um die wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit mit Taiwan zu stärken. Der Freundeskreis ist kein offizielles Gremium, sondern ein fraktionsübergreifender Zusammenschluss von Abgeordneten. Der Delegation gehören Politiker von Grünen, CDU, CSU, AfD und Linken an.
Die Reise sorgt in Peking für Protest. Chinas Außenamtssprecherin Mao Ning erklärte, China lehne offizielle Kontakte zwischen Staaten mit diplomatischen Beziehungen zu China und Taiwan ab. Delegationsleiter Till Steffen verwies auf die wirtschaftliche Abhängigkeit Deutschlands von China und betonte, enge Beziehungen zu anderen Ländern seien wichtig. Rainer Kraft von der AfD hob Taiwans Bedeutung bei Halbleitern hervor.
Taiwans Präsident William Lai Ching te würdigte das Projekt des Halbleiterproduzenten TSMC in Dresden, das seit 2024 läuft und ab 2027 Chips für europäische Märkte liefern soll. Das Investitionsvolumen liegt bei zehn Milliarden Euro. Lai und Steffen betonten zudem die Bedeutung von Frieden und Stabilität an beiden Seiten der Taiwanstraße.
