Codename Marienkäfer: Was wusste Christina Block?
Im Strafprozess gegen Christina Block vor dem Landgericht Hamburg hat die Zeugin Keren T. die Angeklagte erneut belastet. Sie sagte aus, Block habe von der geplanten Entführung ihrer Kinder aus Dänemark gewusst und das Vorgehen zumindest gebilligt. Zugleich blieben viele Angaben der Zeugin ungenau, und es kam wiederholt zu Widersprüchen zu früheren Aussagen anderer Beteiligter.
Im Zentrum der Befragung standen Codenamen, eine Tasche, die Block bei einem Treffen im Hotel Grand Elysée mitgebracht haben soll, sowie die Rolle von Eugen Block, des Familienanwalts und des Leiters des Hamburger Hafens. Die Zeugin erkannte Bilder einer Überwachungskamera mit einer Tüte in Blocks Hand nicht als die fragliche Tasche. Auch zu Angaben über Geldzahlungen, den Ablauf der Tatnacht und Gespräche mit Block zeigten sich teils deutliche Abweichungen.
T. verwies bei ihren Schilderungen immer wieder auf Informationen aus zweiter Hand, vor allem von David Barkay. Am Donnerstag soll die Befragung fortgesetzt werden.
