Bundeskanzler im Wartestand? Hendrik Wüst trifft Erdogan
Nordrhein Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst ist bei seiner ersten Reise in die Türkei von Präsident Recep Tayyip Erdogan empfangen worden. Das Gespräch dauerte 50 Minuten, danach traf Wüst auch drei Minister. Er sprach von einem vertrauensvollen und offenen Austausch und sagte, dabei habe er auch kritische Themen ansprechen können.
Wüst betonte die wirtschaftlichen und politischen Verbindungen zwischen der Türkei und Nordrhein Westfalen. Er verwies auf ein Handelsvolumen von mehr als zehn Milliarden Euro und auf die große Zahl türkischstämmiger Menschen in Deutschland, von denen etwa ein Drittel in Nordrhein Westfalen lebt. Zugleich sagte er, Deutschland habe die sogenannten Gastarbeiter lange Zeit zu Unrecht als Problem gesehen. Sie hätten den wirtschaftlichen Wiederaufstieg des Landes erst ermöglicht.
Auch eine engere Zusammenarbeit im Rüstungsbereich sei interessant, sagte Wüst. Mit seinem Auftritt in Ankara und Istanbul stärkte er zugleich erneut die Spekulationen über seine Rolle als möglicher Nachfolger von Bundeskanzler Friedrich Merz.
