Bulgarien will der Ukraine keine Waffen mehr liefern
Bulgarien wird der Ukraine keine Waffen mehr aus den Beständen seiner Armee zur Verfügung stellen. Ministerpräsident Rumen Radew begründete dies mit den anhaltenden sozioökonomischen Folgen des Krieges für sein Land und sprach sich erneut für eine diplomatische Lösung aus.
Nach seinen Angaben soll die Ukraine aber weiter Munition aus Bulgarien erhalten. Bulgarische Rüstungsfabriken produzieren Munition für Waffen aus der Sowjetzeit und verkaufen ihre Produkte an EU Länder, die sie an Kiew weiterleiten. Seit Beginn des Kriegs 2022 haben diese Unternehmen einen Aufschwung erlebt.
Unterdessen griffen ukrainische Streitkräfte nach eigenen Angaben eine Rüstungsfabrik im russischen Tscheboksari mit einer selbst entwickelten Rakete an. Der Gouverneur der Region Tschuwaschia bestätigte den Angriff. Zudem beschloss das Parlament in Kyjiw eine Aufstockung des Verteidigungshaushalts um umgerechnet etwa 30 Milliarden Euro auf mehr als 84 Milliarden Euro.
