China ordnet per Gesetz Anpassung an die Mehrheitsgesellschaft an
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China ordnet per Gesetz Anpassung an die Mehrheitsgesellschaft an

In China tritt ein neues Gesetz zur ethnischen Einheit in Kraft. Es soll die 55 anerkannten Minderheiten stärker dazu bewegen, sich kulturell und sprachlich an die Mehrheitsgesellschaft der Han Chinesen anzupassen. Han Chinesen stellen mehr als 90 Prozent der 1,4 Milliarden Einwohner in der Volksrepublik.

Das Gesetz sieht vor, dass Hochchinesisch im Alltag, in Schulen und Universitäten sowie im öffentlichen Dienst Vorrang vor den Sprachen von Minderheiten haben soll. Außerdem sollen Eltern ihren Kindern beibringen, die Kommunistische Partei zu schätzen. Religionen sollen weiter sinisiert werden.

Menschenrechtsorganisationen werfen der chinesischen Staats und Parteiführung seit Jahren vor, Minderheiten zu unterdrücken und zur Aufgabe ihrer kulturellen, sprachlichen und religiösen Besonderheiten zu zwingen. Auch das EU Parlament, die Vereinten Nationen und die Bundesregierung kritisieren das neue Gesetz.

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