Simbabwe: Landrückgabe an weiße Farmer sorgt für Skepsis
Simbabwes Regierung will 67 beschlagnahmte Farmen an weiße ausländische Eigentümer zurückgeben, die sie nach der Landreform im Jahr 2000 verloren hatten. Betroffen sind Staatsbürger aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Dänemark. Landwirtschaftsminister Anxious Masuka betonte im Parlament in Harare, die Landreform bleibe dennoch bestehen und sei unumkehrbar. Mehr als 400 weiße Farmer sollen zudem die Möglichkeit erhalten, ihre früheren Farmen zurückzukaufen.
Die Regierung von Emmerson Mnangagwa plant Medienberichten zufolge außerdem Entschädigungen in Höhe von 146 Millionen US Dollar für betroffene ausländische Eigentümer. Bereits 2020 war eine Entschädigungsvereinbarung über 3,5 Milliarden Dollar für Tausende einheimische weiße Farmer getroffen worden.
Die Ankündigung stößt in Simbabwe auf Skepsis. Viele Farmen liegen seit Jahren brach, andere werden von schwarzen Bauern genutzt, die nun um ihre Existenz fürchten. Experten verweisen zugleich auf ungeklärte rechtliche Fragen und auf die wirtschaftliche Lage des Landes, das unter Nahrungsmittelknappheit leidet.
