Alan Greenspan: Das Orakel der Finanzwelt ist tot
Alan Greenspan, langjähriger Chef der amerikanischen Notenbank Federal Reserve, ist im Alter von 100 Jahren an den Folgen einer Parkinson Erkrankung gestorben. Das teilte seine Ehefrau Andrea Mitchell dem US Sender NBC News mit. Greenspan hatte fast 20 Jahre lang die US Geldpolitik geprägt und galt lange als eine der einflussreichsten Figuren der internationalen Finanzwelt.
Unter seiner Führung senkte die Fed in mehreren Krisen die Zinsen, etwa nach dem Börsenbeben 1987, in der Rezession von 1990 bis 1991, während der asiatischen Finanzkrise und nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Zugleich wuchs später die Kritik an seiner Politik des billigen Geldes und an seiner Unterstützung für Deregulierung. Viele Experten machen ihn mitverantwortlich für die Immobilienkrise und die globale Finanzkrise.
Greenspan wurde 1926 in New York City geboren. Vor seiner Karriere als Notenbanker arbeitete er als Ökonom und Berater, später auch als Vorsitzender des Sachverständigenrats und als Berater von Ronald Reagan.
