Reform der Fluggastrechte: Mehr Rechte für Reisende oder für Airlines?
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Reform der Fluggastrechte: Mehr Rechte für Reisende oder für Airlines?

Die EU befasst sich mit einer Reform der Fluggastrechte. Im Streit steht vor allem, ab wann Reisende bei Verspätungen eine Entschädigung erhalten sollen. Das Europaparlament hält an der bisherigen Drei Stunden Regelung fest. Je nach Entfernung des Flugziels liegen die Zahlungen bislang zwischen 250 und 600 Euro.

Mehrheitlich wollen die EU Mitgliedstaaten die Schwelle auf vier Stunden anheben, bei Langstreckenflügen sogar auf bis zu sechs Stunden. Verbraucherschützer warnen, dadurch könnten rund 60 Prozent der bisher anspruchsberechtigten Passagiere ihren Anspruch verlieren. Die Fluggesellschaften verweisen dagegen auf höhere Kosten und fordern mehr Flexibilität.

Zur Reform gehören auch Regeln für Handgepäck. Ohne Zusatzkosten sollen ein persönlicher Gegenstand und ein Handgepäckstück mit an Bord genommen werden können. Das Europaparlament fordert außerdem, dass Kinder bis 14 Jahre kostenlos neben ihren Eltern sitzen und Gebühren etwa fürs Einchecken oder kleine Namenskorrekturen entfallen.

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