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Wie Ausländerhass die Wirtschaft Südafrikas belastet

In Südafrika nehmen ausländerfeindliche Übergriffe und Proteste gegen irreguläre Migration seit Jahren immer wieder zu. Zuletzt kam es in mehreren Städten zu Gewalt, angeheizt von rechten Bewegungen und Bürgerwehrgruppen. Sie fordern, undokumentierte Migranten sollten das Land bis zum 30. Juni verlassen. Die Angst vor weiterer Gewalt wächst.

Die Migrationsexpertin Jo Vearey sieht dahinter auch politische Motive. Nach ihrer Einschätzung machen radikale Gruppen und rechtspopulistische Parteien Ausländer für Probleme bei der sozialen Versorgung verantwortlich, um Unterstützung und Stimmen zu gewinnen. Vor den Kommunalwahlen im November 2026 verschärfe das die innenpolitische Lage.

Vearey warnt zugleich vor wirtschaftlichen Folgen. Ausländer schafften Arbeitsplätze, betrieben Firmen und sorgten für Einnahmen, auch in der Textilindustrie und bei Steuerzahlungen. Nach Angaben von Afrobarometer bewerteten 2025 rund 69 Prozent der Südafrikaner die wirtschaftlichen Auswirkungen von Einwanderung negativ. Gewerkschaften und Präsident Cyril Ramaphosa riefen zur Deeskalation auf und warnten davor, Migranten zu Sündenböcken zu machen.

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