Wie Anleger bei ETFs den Überblick behalten
ETFs gelten seit langem als einfache und günstige Form der Geldanlage. Mit einem einzigen börsengehandelten Indexfonds lässt sich das Geld auf viele Unternehmen verteilen, und die Gebühren sind oft niedrig. Inzwischen wächst der Markt jedoch stark und wird deutlich unübersichtlicher.
Mehr als 3000 ETFs stehen in Deutschland zur Auswahl, darunter Themen ETFs, Smart Beta und Faktor Produkte sowie Hebel ETFs. Besonders stark zunehmen aktiv gemanagte ETFs. In Europa waren in den ersten acht Monaten 2026 bereits 23 Prozent der neu aufgelegten ETFs aktiv verwaltet, das verwaltete Vermögen lag Ende August 2026 bei rund 123 Milliarden Euro. Dennoch machen aktive ETFs dort erst 3,8 Prozent des gesamten ETF Vermögens aus.
Mit der Vielfalt steigen auch die Kosten. Für komplexe ETFs werden teils 0,6 oder 0,7 Prozent pro Jahr fällig, klassische Indexfonds auf große Indizes sind teils schon für 0,1 Prozent oder weniger erhältlich. Höhere Gebühren können die Rendite über Jahre deutlich schmälern.
